facetten des Eises

Marie Bock - Neue Erkenntnisse zu Leben und Werk

Marie Bock gehörte zu jener Generation von Künstlerinnen, die sich ihren Platz in einer von Männern geprägten Kunstwelt erkämpfen mussten. Sie war mit Paula Becker und Clara Westhoff befreundet und Teil des kreativen Umfeldes von Worpswede. Ihre Werke und ihr Lebensweg zeigen den Mut einer Frau, die sich nicht allein über die ihr zugedachte gesellschaftliche Rolle definieren ließ.
Im Dezember 1899 erhielt Marie Bock gemeinsam mit Paula Modersohn-Becker und Clara Westhoff die Möglichkeit, ihre Werke in der Kunsthalle Bremen auszustellen. Der neue Leiter des Kunstvereins, Gustav Pauli, verfolgte damit das Ziel, die Bremer Bevölkerung mit zeitgenössischer Kunst vertraut zu machen. Die Ausstellung löste unterschiedliche Reaktionen aus.
Der Maler und Kunstkritiker Arthur Fitger veröffentlichte am 20. Dezember 1899 in der Weser-Zeitung eine scharfe Kritik. Zwar erkannte er das Talent Clara Westhoffs ausdrücklich an, doch die Arbeiten von Paula Modersohn-Becker und Marie Bock beurteilte er äußerst abfällig und sprach ihnen weitgehend die künstlerische Qualität ab.
Marie Bock ließ sich davon jedoch nicht entmutigen und setzte ihren künstlerischen Weg unbeirrt fort.

• Broschüre: 36 Seiten
• Verlag: ferval Verlag für Populärwissenschaft und Kunst; Auflage: 1500 (1. Dezember 2017)
• Sprache: Deutsch
• Verpackungsabmessungen: 14,8 x 21 x 1,5 cm